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Memories

Ich stöbere gerne in der Vergangenheit. In meiner - und auch in der anderer Menschen. Man kann so viel lernen dabei. Personen und ihre Handlungen und Beweggründe besser verstehen und vielleicht sogar nachvollziehen. Und meiner Meinung nach lernt man die Personen durch ihre Vergangenheit besser kennen als durch ihr aktuelles Ich alleine. Deswegen liebe ich alte Fotos. Alte Briefe. Alte Spitznamen. Alte Gegenstände, die einem so viel bedeuten oder bedeutet haben. Ihr wisst, worauf es hinausläuft, oder? Ich möchte euch heute Einblicke geben in die Beziehung zu Tobias. Auch, wenn sie seit 3 Jahren vorbei ist und ich froh bin, nichts mehr mit ihm zu tun zu haben; es gibt Dinge der ersten, großen, wahren Liebe, die man nie vergisst. Und die man niemals wieder so erfährt. Wisst ihr, wieso ich die Engelmacherin bin? Für ihn war ich "Engel". In seinen Briefen war ich "Liebste". Und ich habe viele Briefe bekommen. Das ist etwas, was in meiner aktuellen Beziehung nicht existiert. Er hat Klassenkameraden von mir ausgequetscht, obwohl sie ihn nicht mochten, um zu erfahren was meine Lieblingsblume ist. Und die hat er mir geschenkt. Eine weiße Rose zum Valentinstag, einen unvergänglichen Strauß aus weißen Porzellanrosen aus Italien. Diddlkarten - ihr findet es vielleicht kindisch, aber ich gucke sie mir gerne immer noch an. Eine Nacht im Wohnmobil seiner Eltern: er hatte alles mit Kerzen dekoriert, Wein serviert, mir Crêpes gemacht, Rosenblätter verstreut, kleine Kärtchen mit Liebesbotschaften, Herzchen aus Papier... . Und das alles heimlich. Eines Nachts hat er sich rausgeschlichen und stundenlang den Schulhof bemalt: mit Kreide stand am nächsten Tag Metergroß eine Liebesbotschaft an mich auf dem Boden. Die Nächte, in denen wir heimlich spazieren gegangen sind. Wir durften nie bei dem anderen schlafen. Ich möchte euch mal seinen ersten Brief an mich zeigen, ich denke, mittlerweile darf ich das: Liebste Ina, ich weiß zwar nicht wann du diesen Brief liest, aber ich weiß dass ich dich in diesem Moment vermissen werde. So wie auch den Rest der Woche. Ich freue mich schon jetzt darauf, dich wieder zu sehen, wünsche dir aber viel Spaß bei der Klassenfahrt. Brech dir kein Bein und fall nicht ins Koma..lach... . Irgendwie habe ich schon jetzt keine Lust mehr auf die Fahrt nach Italien, weil ich dann von dir weg muss! Aber den ein oder anderen Leut werde ic h bestimmt ins Unglück stürzen, extra für dich. Ich schreibe diesen Brief nur, weil es richtig schön in Holland, bei den Käsköppen, war deinen zu lesen. A pro pos Holland: wir haben es auch geschafft, 3 Wochen auseinander zu überleben, da wird eine ja wohl auch möglich sein. Ich weiß, ich weiß, ich versuche nur mir Mut zu machen. Dein dich soooo liebender Tobias. Was mich noch so tief berührt hat: er hat mir zwei Ringe geschenkt, die ich niemals wegschmeißen werde. Er hat diese Ringe als ein Versprechen angesehen, das ich nur zu gerne angenommen habe. Es war ihm so wichtig, mir etwas besonderes zu schenken. Asche von Lanzarote, Sand von der Dom. Rep, einen Halbedelstein, ein Herz aus Glas. Wie passend, nicht wahr? So...das genügt. Ich trauere ihm nicht hinterher. Ich bin froh um die Erfahrungen, die ich gemacht habe - nicht um alle, aber wir wachsen an den schlechten und erfreuen und an den guten Erfahrungen. Gute Nacht.
14.8.10 22:46
 


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